Policy & Positionen
Circular Economy braucht verlässliche RAHMENBEDINGUNGEN
Und eine fundierte Stimme aus der Region.
Circular Black Forest bringt Perspektiven aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Praxis zusammen und übersetzt diese in konkrete Positionspapiere und Stellungnahmen. Unsere Empfehlungen basieren auf Projekterfahrung, regionalen Stoffstromanalysen, Netzwerkarbeit im Dreiländereck und engem Austausch mit Unternehmen sowie kommunalen Akteuren.
Wir verstehen Circular Economy nicht als abstraktes Leitbild, sondern als strukturpolitische Aufgabe: Sie betrifft Innovationsförderung, Flächennutzung, Beschaffung, Bildung, Industriepolitik und regionale Wertschöpfung gleichermaßen.
Circular Economy ist kein Nischenthema – sie ist ein Standortfaktor für den Schwarzwald.
Als zentrale Anlaufstelle für Circular Economy im Schwarzwald bündeln wir Expertise aus unseren Projekten – darunter kreisläuft, Circular Synergies und Circular Länd – und leiten daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab.
Dabei schlagen wir die Brücke zwischen Praxis und Politik:
- Wir identifizieren strukturelle Hürden.
- Wir benennen regulatorische Hebel.
- Wir zeigen realistische Umsetzungspfade auf.
Unsere Positionspapiere richten sich an politische Entscheidungsträger auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sowie an Institutionen der Regionalentwicklung.
Juni 2026
Aktionsprogramm zur Umsetzung der NKWS
Mit dem Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie macht die Bundesregierung Kreislaufwirtschaft zur Wirtschafts- und Industriepolitik – ein wichtiges Signal, das ausgerechnet beim stärksten Hebel zu kurz greift: der öffentlichen Beschaffung. Wir fordern klare Prioritäten: eine verbindliche Reform des § 45 KrWG mit durchsetzbarer Bevorzugungspflicht, die Einbindung von Ländern und Kommunen, verbindliche Zielpfade statt bloßem Monitoring und ein Kreislaufverständnis, das über Recycling hinausgeht. So entstehen verlässliche Märkte und Planungssicherheit für Investitionen, sinkt die Abhängigkeit von Primärrohstoffen, und die Kreislaufwirtschaft kann ihr volles Potenzial für Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit entfalten.
Stellungnahme als PDF herunterladen


Februar 2026
Kreislaufwirtschaft als Zukunftsmotor für Baden-Württemberg
Dieses Positionspapier zur Landtagswahl zeigt, warum Circular Economy für Baden-Württemberg ein industriepolitisches Zukunftsfeld ist – und keine Nische. Wir empfehlen eine verbindliche Landesstrategie mit klaren Prioritäten: moderne Infrastruktur, zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle, starke Kommunen sowie gezielte Investitionen in Wissen und Innovation. So kann Baden-Württemberg Wettbewerbsfähigkeit sichern, Rohstoffabhängigkeiten reduzieren und zur führenden europäischen Region zirkulärer Wertschöpfung werden.
Policy Brief als PDF herunterladen
Januar 2026
Kreislaufwirtschaft als Chance für starke, zukunftsfähige Gemeinden
In diesem Policy Brief zeigen wir, warum Kommunen zentrale Hebel für Circular Economy in der Hand halten – von Abfallwirtschaft und Beschaffung bis Stadtplanung und Bildung. Fünf strategische Handlungsfelder machen deutlich, wie Gemeinden Kosten senken, regionale Wertschöpfung stärken und Versorgungssicherheit erhöhen können. Praxisbeispiele aus Freiburg, Straubenhardt und Freiamt zeigen: Zirkuläre Transformation ist lokal umsetzbar, wenn Kommunen aktiv gestalten.
Policy Brief als PDF herunterladen


November 2025
Zum Entwurf des EU Circular Economy Act
Gemeinsam mit Circular Berlin und dem Steinbeis Consulting Center Circular Economy nehmen wir Stellung zum Entwurf des EU Circular Economy Act. Wir fordern verbindliche europäische Standards und klare Governance-Strukturen, die Wiederverwendung, Reparatur und zirkuläre Geschäftsmodelle systematisch stärken. Regionale Netzwerke und kleine sowie mittlere Unternehmen müssen dabei gezielt unterstützt werden.
Stellungnahme als PDF herunterladen
September 2025
Re:use – Re:think – Re:volution
Das von der Bertelsmann Stiftung initiierte Manifest zeigt, wie Circular Economy als systemischer Ansatz gedacht werden kann – von Digitalisierung über Governance bis hin zu neuen Geschäftsmodellen.
Unser Beitrag (verfasst von Anna Reiners) macht deutlich, welche Rolle Regionen dabei spielen: Am Beispiel Schwarzwald zeigen wir, wie gewachsene Netzwerke, mittelständische Strukturen und erste Rückführungssysteme konkrete Transformation ermöglichen.
Zentrale Hebel sind Transparenz über Stoffströme, koordinierende Strukturen vor Ort, stabile Finanzierungsmodelle und die öffentliche Beschaffung als Markttreiber.
Als PDF herunterladen


