Regionalentwicklung + Solution Circles

Circular Synergies – Synergien über Grenzen hinweg

Die Weltwirtschaft ist heute nur zu 8,6 % zirkulär, während sich der globale Ressourcenverbrauch seit 1970 verdreifacht hat. Die Folgen sind klar: steigende CO₂-Emissionen, Druck auf Ökosysteme und zunehmende Abhängigkeit von externen Rohstoffen. Eine konsequente Circular Economy könnte die Emissionen bis 2030 um fast die Hälfte reduzieren und gleichzeitig wirtschaftliche Resilienz schaffen. 

In der Region am Oberrhein treffen Faktoren aufeinander, die für diesen Wandel entscheidend sind: eine starke industrielle Basis, eine dynamische Forschungslandschaft und engagierte politische Strategien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Doch bisher bleiben Synergien über Grenzen hinweg ungenutzt, Wissen gelangt oft nicht in die Praxis, und Start-ups mit zirkulären Geschäftsmodellen finden zu wenig Unterstützung. 

Circular Synergies setzt genau hier an: Das Projekt bringt Wirtschaft, Forschung und Politik an einen Tisch, baut Brücken über nationale Grenzen und schafft die Grundlage für eine widerstandsfähige, ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Region. 

Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen von Interreg Oberrhein gefördert.

Projekt im Überblick

Der Projektansatz

Über drei Jahre (2025–2028) erforscht und erprobt Circular Synergies zirkuläre Lösungsansätze entlang der Rheinschiene in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Im Mittelpunkt stehen die vier Schlüsselbranchen Bau, Pharma, Lebensmittel sowie Kunst- und Klebstoffindustrie, die sowohl für die regionale Wirtschaft prägend als auch ökologisch besonders relevant sind. 

Das Projekt kombiniert Forschung, Innovationsansätze und Community-Building: 

  • Potenzialanalysen erfassen Bedürfnisse, Chancen und bestehende Modelle und fließen in konkrete Handlungsempfehlungen ein 
  • Solution Circles bringen Unternehmen und Stakeholder aus allen drei Ländern zusammen, um in moderierten Prozessen konkrete zirkuläre Lösungen zu entwickeln 
  • Zwei Inkubatorenprogramme begleiten Start-ups, deren Geschäftsmodelle von Product-as-a-Service bis Upcycling reichen, und unterstützen sie bei Entwicklung und Skalierung 
  • Austauschformate stärken Wissenstransfer und Vernetzung zwischen Wirtschaft, Forschung, Politik und Zivilgesellschaft 

Projektlaufzeit

August 2025 – Juli 2028

Förderer & Partner

Wirkung und Ausblick

Circular Synergies senkt Barrieren für zirkuläre Ansätze, stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und schafft die Grundlage für tragfähige Strukturen. Kurzfristig werden Bedarfe erhoben und erste Lösungskonzepte mit Unternehmen entwickelt. Mittelfristig wächst ein Netzwerk, das Forschung und Praxis enger verbindet und so Innovation vorantreibt. 

Auf lange Sicht trägt das Projekt dazu bei, Stoffkreisläufe in der Region zu schließen, die Abhängigkeit von externen Ressourcen zu verringern und CO₂-Emissionen spürbar zu senken. Es eröffnet neue Beschäftigungsperspektiven und stärkt die wirtschaftliche Resilienz der Gesamtregion. 

Für den Schwarzwald und die Oberrheinregion bedeutet das: Potenziale aktiv nutzen, neue Verbindungen entlang der Rheinschiene knüpfen und Kooperationen gestalten, die weit über Grenzen hinaus wirken. Ab 2026 beginnen die ersten Solution Circles, in denen Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gemeinsam an praxisnahen Lösungen arbeiten und damit den Grundstein für zirkuläre Strukturen in der Oberrheinregion legen. 

Kontakt

Noch offene

Fragen?

Anna Reiners
Projektleitung Circular Synergies
anna@circular-blackforest.de